Interessante Geschichte, ganz knapp erzählt, stilistisch brilliant

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Ein Buch wie ein Italo-Western. Einsamkeit, gestörte Beziehungen, eklige Bürgersöhnchen, welche die Hauptperson -eine an der Supermarktkasse gestrandete Frau von Anfang Zwanzig- mit einer Hafendirne verwechseln. Kaum ein Nebensatz, ganz kurze Sätze, präzise Aufzählungen der Supermarkteinkäufe an der Kasse der Hauptperson, praktisch keine Dialoge (und wenn, dann wird es richtig wichtig und kommt meist in wörtlicher Rede daher).

Schon stilistisch eine Meisterleistung, hat mich auch die Geschichte fasziniert. Sie lässt sehr viel Raum für eigene Gedanken des Lesers. Und wie der Autor beschreibt, was um seine Figuren herum vorgeht – daraus entsteht im Kopf des Lesers eine eigene Geschichte aus Andeutungen und Fakten. Tolles kleines Buch.

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