Carmel – Lektionen in Groove mit Sängerin

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[Rating:3.5]

Carmel, das Bandprojekt um die gleichnamige Sängerin mit der extrem metallischen Stimme ist seit 1982 zusammen. Und fällt damals wie heute völlig aus dem Zeitgeist. Nur fetter Bass, verspielte Trommeln und Gesang mit wechselnden Begleitmusikern. Kaum Synthesizer und jedes Stück ist eine Lektion in Groove, weil Trommler und Bassist die meisten Stücke mit geschrieben oder adaptiert haben.

Das verspielt südamerikanische “It’s All In The Game”, der krachende Tanzbodenknaller “More More” und auch eine nett gemachte Adaption eines Grooves von Herbie Hancock klingen interessant und und sind (weil die Grooves der Band absolut lehrbuchmäßig aufgebaut sind, teilweise sogar verkappte Standardtänze wie Rumba, Cha Cha) angenehm zu hören und gut tanzbar.

Die Compilation gibt einen guten Überblick über die Schaffenszeit von 1982 – 1989 und glänzt durch illustre Mitmusiker (Johnny Hallyday in dem wunderbaren Franko-Pop “Je Oublierai..” oder Stevie Nieve mit toller Orgel ), die auch gebührenden Raum bekommen.

Da stört es kaum, dass die sehr helle Stimme von Carmel, die so gut zu dem basslastigen Sound der Band passt, auf die Dauer manchmal nervt.