Asus 1101HA (Windows 7 Home Premium)

Von meinem neuen Netbook gibt es heute einen Langzeittest. Ich habe es, seit es vor 2 Monaten herauskam. Schon etwas länger gab es die XP-Version des 1101HA, die sich jedoch in einigen Punkten von der aktuellen unterscheidet

Unterschiede 1101HA Win7 <-> 1101HA XP

Neben den bekannten Unterschieden zwischen den beiden Betriebssystemen hat sich auch unter der Haube des 1101HA einiges getan. Offensichtlich hat Asus sich überlegt was der Kunde will und worauf er verzichten kann und folgendes geändert:

Aus 160 GB Speicherplatz wurden 250 GB, was etwa 50% Platzgewinn entspricht. Der Arbeitsspeicher wurde von 1 GB auf 2 GB verdoppelt, was sich positiv auf die Geschwindigkeit auswirkt. Viele haben in der früheren Version den Arbeitsspeicher selbst aufgestockt. Das kostet etwa 15€, es gehen aber Garantie und die Möglichkeit des Übertaktens durch die Funktionstasten verloren. Rückschritte gab es bei der Webcam, sie wurde von 1.300.000 auf 300.000 eingedampft. Außerdem wurde Bluetooth komplett eingespart, was ich persönlich angesichts der wenigen USB-Ports wirklich ärgerlich finde.

Aussehen

Ich persönlich besitze das gute Stück in Schwarz, ansonsten ist es noch häufig in Weiß erhältlich, seltener sind Expemlare in Rosé und Blau. Es ist komplett in Klavierlack gehalten, in dem dann und wann kleine blaue Partikel glänzen. Die Tastatur ist mattschwarz, das Touchpad durch in den Lack eingelassene Noppen ersetzt. Unter dem Touchpad befindet sich die Zweiwegewippe, ansonsten ist der Lack noch durch ein Asuslogo auf dem Rücken, den Ausschaltknopf und die Touchpadsperre unterbrochen, letztere beleuchtet, allesamt silbernes Plastik. Ich halte den Klavierlack wenigstens  an den Stellen wo man seine Handballen ablegt für ungünstig und kratzanfällig, andererseits sieht er bei regelmäßigem Abwischen besser aus als anderes Plastik.

Leistung

Die Leistung hat mich überrascht, wobei ich von einem 1,3 Ghz Prozessor wirklich wenig erwartet habe. HQ-Videos lassen sich ebenso flüssig abspielen wie hochaufgelöste .avi Filme, etwa Big Buck Bunny. Surfen läuft auch mit mehreren anderen offenen Programmen und kompletten Windows 7 Effekten flüssig, nebenbei kann man ohne Probleme Musik hören.

Bildschirm

Der Bildschirm hat mit seinen 11,6 Zoll knapp 5 cm mehr Durchmesser als ein Durchschnittsnetbook. Dadurch wirkt die Schrift trotz relativ hoher Auflösung von 1366*728 Pixeln nicht zu klein, vielmehr bekommt man im Vergleich zu vergleichbaren Modellen etwa ein Drittel mehr Platz in der Breite. Der Bildschirm ist von der Seite mit LEDs beleuchtet, die Ausleuchtung ist ziemlich gleichmäßig und durchschnittlich hell.

Tastatur

Die Tatstatur ist etwas kleiner als Norm, aber das äußert sich vor allem in einer schmaleren Entertaste. Sie ist aber immer noch so goß, dass man sich schon dumm anstellen muss, um sie nicht auch blind zu treffen. Die Buchstaben- & Zahlentasten hingegen sind in voller Größe. Die Tastatur besteht aus mattem Plastik, was anfangs einen wertigen Eindruck macht. Die matte Fläche sticht aus dem sonst glänzenden Gehäuse heraus, die vielgenutzten Tasten (Enter, Vokale usw.) zeigen mittlerweile gut sichtbare Abnutzung: Sie glänzen bei schräg einfallenden Licht fettig-schmierig.

Akku

Der Akku ist recht groß, die recht lange Laufzeit liegt aber auch an den energiesparenden Komponenten. Bei normalem Betrieb mit angeschaltetem WLAN, angenehmer Bildschirmhelligkeit und 10% Übertaktung reicht er für etwa 5 Stunden, wenn man auf Gedeih und Verderb Energie spart durch niedrigste Helligkeit, ausgeschaltetes WLAN usw. kommt man auf 7-8 Stunden, ich habe dann jedoch kaum noch Verwendung für den Rechner, da man kaum sieht was auf dem Bildschirm vorgeht.

Touchpad

Ein Touchpad im eigentlichen Sinne gibt es nicht, stattdessen ist über der Zweiwegewippe zum Klicken auf drei mal fünf Zentimetern ein Raster von Sensoren in den Klarlack eingelassen. Das fühlt sich anfangs etwas komisch an, man weiss aber immer, ob man sich mit dem Zeigefinger noch im Sensorbereich befindet oder schon im Abseits ist. Die Zweifingergesten funktionieren mittelmäßig, Scrollen z.B. läuft zuverlässig ebenso wie Zoomen, die Geste zum drehen von Bildern wird nur dann und wann erkannt, ich bin schneller dabei, wenn ich den entsprechenden Knopf im Programm drücke.

Fazit

Das Asus 1101HA ist zum Preis von 379 € seit seiner Einführung 20 € im Preis gesunken. Es ist ein solides Gerät, das man besonders bei begrenztem Buget nicht ausser acht lassen sollte. Es bietet hohe Mobilität, lange Laufzeit und schliesst die Lücke zwischen Notebook und Netbook gekonnt.

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