Willie Nelson und das Wüstenalbum – Teatro (1998)

Überwiegend eigene Songs aus der langen Karriere von Willie Nelson werden durch die stimmige Produktion von Daniel Lanois zu einem sehr homogenen und überzeugenden Album.

Lanois hat schon Bob Dylan (Oh Mercy) und Emmylou Harris  (Wrecking Ball) zu besonderen, die Karriere der Künstler zierenden Alben verholfen. Das gelingt auch hier. Die von scheinbar zufällig dahin groovenden Drums und einem dezent treibenden Bass zusammen gehaltenen Songs mit ihren halligen, verspielten Gitarrenbegleitungen kommen ohne Ausnahme im Tex-Mex Sound daher: Rumba, Salsa, hier klingt es stark nach Mexico und Texas. Emmylou Harris begleitet auf fast allen Titeln den knorrigen Schräg-Gesang Nelsons. Sie kann das wunderbar, wie man schon etwa 25 Jahre früher auf Bob Dylans famosen Album „Desire“ bewundern konnte.

Durch die einfühlsame und stimmige Produktion, das gute Songmaterial und die begnadeten Backing-Vocals von Emmylou Harris eines der besten Alben von Willie Nelson.

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